Janis Ians Album „Breaking Silence“ erschien 1992. Es enthält sehr persönliche Lieder; der Titel ist wörtlich zu nehmen. Janis hatte einige Jahre voller Krankheit und finanzieller Betrugsfälle hinter sich, und nachdem sie sich öffentlich dazu geäußert hatte, nahm sie dieses Album auf. Zu diesem Zeitpunkt glaubte sie, nur eine einzige Chance zu haben, um zu sagen, was sie wollte, und so (ich zitiere): „Ich wollte, dass es etwas bedeutet“.
„His Hands“ thematisiert häusliche Gewalt, „Breaking Silence“ Inzest und „Tattoo“ den Holocaust. Besuchen Sie ihre Website, wenn Sie mehr erfahren möchten – dort finden Sie auch die Liedtexte.
Ich liebe diese Platte. Sie ist ehrlich, unverblümt und emotional. Außerdem ist sie sehr, sehr gut aufgenommen, und ich weiß zwar nicht, wie es mit der Originalpressung aussieht, aber die 180-Gramm-Version von Analogue Productions, die ich besitze (gemastert von Bob Ludwig), ist hervorragend. Aber seien Sie gewarnt: Technisch geht sie bis an die Grenzen! Sie kann für Tonabnehmer und Vorverstärker eine echte Herausforderung sein. Um ehrlich zu sein, war sie bei der Entwicklung des PW1 sehr aufschlussreich und hat uns viel gelehrt.
Um die Herausforderungen zu beschreiben, die diese Aufnahme mit sich bringt, möchte ich John French (Jay Jay) aus seiner Rezension in PW1 zitieren, da ich es selbst nicht besser hätte ausdrücken können:
„… Ich habe selten, wenn überhaupt, ein Album mit einem derart großen Dynamikumfang und einer solchen Klarheit gehört. Es ist eine echte Herausforderung für jeden Tonabnehmer und insbesondere für jede Phono-Vorstufe. Die klangliche Differenzierung im unteren Frequenzbereich – die Trennung von Bassgitarre und Slide-Bass – ist ein echter Test für jede Phono-Vorstufe. Der Pass klang wieder einwandfrei, bis ich den PW1 anschloss. Die klangliche Trennung, insbesondere im unteren Frequenzbereich, war über den PW1 einfach weitaus besser definiert. Beide Geräte gaben Gesang jedoch mit ähnlich hoher klanglicher Qualität wieder.“
Ich möchte noch hinzufügen, dass Seite 2 dieser LP offenbar sogar etwas lauter bzw. dynamischer ist als Seite 1. Insbesondere Titel 2 („This Train Still Runs“) scheint an den Spitzenwerten eine um fast 3 dB stärkere Modulation aufzuweisen als an anderen Stellen. Beachten Sie, dass auch die CD in Ordnung ist, allerdings wirkt sie etwas ausgefeilter.
Und schließlich: Wenn Janis’ Stimme nicht sanft und samtig klingt (außer natürlich, wenn sie schreit) und von viel Luft umgeben ist, dann haben Sie noch einiges zu tun …
Peter van Willenswaard

