In der Ausgabe Nr. 41 von „Brilliant Corners“ der Zeitschrift „Stereophile“ schreibt Alex Halberstadt über die Zeit, in der er den MU2 in seinem System hatte. Zu Beginn bedankt er sich bei uns dafür, dass wir nach Perfektion streben, anstatt uns mit der Philosophie des „gut genug“ zufrieden zu geben. Anschließend berichtet er von all den wunderbaren Stunden, die er mit Musikgenuss verbracht hat, und hebt dabei zahlreiche Schallplatten hervor. Seine Beiträge sind stets eine Freude zu lesen. Nachstehend finden Sie einige Auszüge; bitte lesen Sie jedoch den Originalartikel auf der Homepage von „Stereophile“.
„Einer der ersten Titel, die ich über den Grimm hörte, war ein Qobuz-Stream von „My Funny Valentine“ aus Paul Desmonds Album „Desmond Blue“ – ein Album, das eigentlich nicht funktionieren dürfte, es aber doch tut. (…) Was mich jedoch angesichts der gestreamten, entkörperlichten Herkunft dieses Titels überraschte, war seine emotionale Zugänglichkeit. Desmonds Improvisation ist von mehr Verzweiflung geprägt als die meisten Interpretationen des Standards von Rodgers und Hart, und der Grimm vermittelte die innere, herzzerreißende Qualität der Darbietung mit Einfühlungsvermögen und Kraft. Dies aus einer digitalen Datei zu hören, war sowohl unerwartet als auch aufregend.
Dies inspirierte mich dazu, eine jener Platten aufzulegen, die ich mir digital nur selten anhöre: „Dreaming My Dreams“, den Liederzyklus, den Waylon Jennings 1975 aufgenommen hat. (…) Manche digitalen Komponenten holen zwar reichlich Details hervor, tun dies jedoch chirurgisch präzise, ohne Rücksicht auf die Textur, die Dichte und die Atmosphäre der Musik – und töten so den Patienten auf dem Operationstisch. Doch beim mitreißenden Eröffnungsstück des Albums, „Are You Sure Hank Done It This Way“, beleuchtete der MU2 die Struktur des Songs, ohne dessen Spannung zu ersticken oder seine ungezügelte Energie und seinen Schwung zu verwischen. Und Jennings’ stürmisches Gitarrensolo, eines der einprägsamsten, das er je aufgenommen hat, kam voll zur Geltung, ohne ausgehöhlt oder bis zur Langeweile geglättet zu werden.
(…)
Der Grimm gehört zu jenen seltenen Komponenten, die sowohl Funktionalität als auch Leistung in höchstem Maße vereinen und dabei stets zuverlässig bleiben. Er bietet einen der besten – und musikalisch am wenigsten verzerrenden – Klänge beim Streaming, die ich je erlebt habe. (…) Den Grimm dem FedEx-Boten zurückzugeben, hat mir überhaupt keinen Spaß gemacht.“

„Es bietet einen der besten – und musikalisch am wenigsten verzerrenden – Klänge, die ich beim Streaming je erlebt habe.“ – Alex Halberstadt, Stereophile.
